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18.11.2019, 14:23 Uhr | Bericht und Bilder von Karina Linnemann Westfälische Nachrichten (WN)

Hobbybörse "Ideenreich" 2019


Hubert Kuhlmann und seine Tochter Susanne Hansel boten unterschiedliche Objekte aus Holz an. Die Zauberstäbe aus unterschiedlichen Holzarten kamen besonders gut an. Foto: Karina Linnemann
Am 09.11.2019 fand mit Unterstützung der CDU Everswinkel in der Festhalle die Hobbybörse "Ideenreich" statt. Söckchen, hölzerne Zauberstäbe, bunt bemalte Kugeln für den Christbaum, funkelnde Perlenketten, prächtige Gemälde, beeindruckende Fotos und mehr: Die Everswinkeler Hobby-Künstler-Börse „Ideenreich“ lockte dank ihres vielfältigen Angebots einmal mehr viele Besucher an. Liebevoll dekorierte Verkaufsstände warteten am Samstag auf Interessierte. Wohin das Auge blickte, wurden etwa selbst gebastelte, gestrickte, genähte oder gebaute Waren angeboten. Margarete Winterkorn platzierte auf ihrem Verkaufstisch bunte Kleidungsstücke und Taschen aus Wolle. „Ich stricke bereits seit 20 Jahren und habe sehr viel Spaß daran“, sagte sie, während sie einen kleinen Babypullover liebevoll in Szene setzte. Bunte Betonskulpturen präsentierte Leonie Große. Farbige Hühner, Pelikane und Wichtel lockten die Besucher an ihren Stand. „Um die Betonskulpturen anzufertigen, baue ich zuerst ein Drahtgerüst und modelliere die Betonschicht im Anschluss in zwei Schritten darauf“, erklärte sie den interessierten Standbesuchern. Während sich die Hobbykunst-Freunde an einem weiteren Stand die Hortensienkränze, selbst gemachte Marmeladen und Eierlikör in dekorierten Flaschen ansahen, strickte Ruth Thiemann an einem weiteren Verkaufsschlager. Gemeinsam mit ihrer Schwester Ute Hüning hatte sie nämlich auch kuschelig warme Wollsocken im Angebot. Die 80-jährige Edeltraud Hartmann übt ihr Hobby seit 14 Jahren aus. „Ich habe nach dem Tod meines Mannes damit begonnen“, berichtete sie, während sie viele unterschiedliche selbst genähte Artikel auf ihrem Tisch zurechtrückte. „Eigentlich habe ich das immer nur für mich selbst und meine Familie gemacht, aber irgendwann wurde es zu viel. Meine Tochter hat mich auf die Idee gebracht, die Dinge auf Märkten zu verkaufen“, erzählte sie. Sie war eigens aus Steinfurt angereist. Taschen, Näh-Etuis, Lavendelherzen, Körnerkissen und Kuscheltücher wechselten so ihren Besitzer. Zauberstäbe, wie sie Harry Potter und seine Freunde in Hogwarts verwenden, gab es neben vielen anderen Gegenständen aus Holz am Stand von Hubert Kuhmann. Windlichter, Schalen, Kugeln und Steelen mit verschiedenen Motiven hatte der Rentner unter anderem an seiner Drechselbank gefertigt. „Es ist ein Schlechtwetter-Hobby“, erklärte er mit einem Lächeln. Besonders die Zauberstäbe erhielten von Kindern aber auch Erwachsenen großen Zuspruch. Kuhmanns Tochter Susanne Hansel lobte ihren Vater für dessen schöne Arbeiten: „Ich habe das Drechseln selbst einmal ausprobiert. Obwohl ich keine zwei linken Hände habe, habe ich es nicht geschafft. Es gehört viel Talent dazu.“ Die „ideenreich“-Besucher schlenderten zufrieden an den vielen Ständen entlang, ließen sich im Café einen warmen Kaffee oder Kuchen schmecken oder besuchten mit den jungen Gästen die Kinderspielecke. Bei persönlichen Gesprächen mit den Ausstellern erfuhren sie, wie genau die Kunstartikel hergestellt und wie viel Zeit dafür eigentlich benötigt wurde. Die immer wieder beeindruckenden – weil so detailreichen und technisch perfekt umgesetzten – Malereien von Cordula Cichosz-Poll sind da ein Beispiel. Susanne Zinn und Birgit Kelle-Halstenberg zeigten dagegen Schmuck, der nur durch feine Kleinstarbeit und viel Geduld so ansprechend werden konnte. Genau wie viele andere Standbetreiber betonten sie, dass die Preise in keinem Verhältnis zu dem eigentlichen Aufwand stünden. „Dann müssten wir alles um ein Vielfaches teurer verkaufen“, so Susanne Zinn. „Aber wir üben unser Hobby gerne aus und freuen uns, wenn den Kunden unsere Schmuckstücke gefallen“, machte Birgit Kelle-Halstenberg klar. 

aktualisiert von Ludger Klaverkamp, 18.11.2019, 16:40 Uhr
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