Firmenbesuch bei enviado

v. l. n. r.:Lasse Lohmann, Marcel Honisch, Markus Höner, Katrin Schulze Zurmussen, Sebastian Hauß, Magdalene Wierbrügge
v. l. n. r.:Lasse Lohmann, Marcel Honisch, Markus Höner, Katrin Schulze Zurmussen, Sebastian Hauß, Magdalene Wierbrügge
Elektrifizierender Besuch beim Hidden Champion

Von Everswinkel in die Welt – Damit könnte man die Firma enviado im Everswinkeler Gewerbegebiet Boschweg beschreiben.
Das Unternehmen ist heute im Bereich der Lebensmittel-Liefertechnik einer der Marktführer im gesamten deutschsprachigen Raum, den Niederlanden und der Schweiz und arbeitet mit seinem 31-köpfigen Team kreativ an allem, was das Herz des Fahrradkuriers begehrt.

Mitglieder der Jungen Union, der CDU vor Ort, sowie Markus Höner, Landtagsabgeordneter der CDU, besuchten die Maschinenbau-Ingenieure Marcel Honisch und Sebastian Hauß in ihrer Firma, die, wie beide betonen, kein typisches Start-Up ist, wie man es sich vorstellt: „Wir hatten zum Start keine millionenschweren Financiers und dann innerhalb eines Jahres eine große Firma, sondern haben unsere Idee Schritt für Schritt in Eigenleistung und solide ausgebaut.“
Heute bekommen Lieferdienste bei enviado das Komplettpaket: Von Thermoboxen über Rucksäcke bis hin zum selbst konstruierten Auslieferungsfahrrad. „Dabei ist die Qualität der Produkte immer das maßgebende Kriterium,“ merkt Marcel Honisch an. „Wer ein Produkt herstellt, das nach kürzester Zeit verschlissen ist, der hat seine Zeit sinnlos investiert.“ Nach einem interessanten Einblick in die Entwicklung der Firma, vom Gartenschuppen bis hin zur Lagerhalle mit angeschlossenem Planungsbüro, ging es dem Landtagsabgeordneten Markus Höner um die Frage der Verbesserungsmöglichkeiten für die beiden Selbständigen. Auf lokaler Ebene verwiesen die Gründer auf die Notwendigkeit, die Anbindung der Gewerbegebiete an das ÖPNV-Netz auch weiterhin stetig auszubauen. Im Zuge von Corona hätten sich die Lieferketten teils von drei Wochen auf 14 Monate vervielfacht. Spontane Änderungen am Produkt sind heute kaum noch möglich und neben angepasster Lagerhaltung muss somit nun jeder Produktionsschritt mehr denn je sitzen. Diese Herausforderungen konnte man meistern, doch andere bürokratische Hindernisse bestehen weiterhin. „Während die Unternehmen vor Ort lösungsorientiert arbeiten, arbeiten die Verwaltungen der Städte und Kreise oft problemorientiert,“ so die Gründer.
„Als Landwirt und langjähriger Geschäftsführer werde ich mich deshalb dafür einsetzen, das Potenzial der Unternehmen durch Entbürokratisierung zu entfesseln“, so der Landtagsabgeordnete.

Mit einem Ausblick auf die zukünftige Firmenentwicklung in Everswinkel endete das Gespräch und die Mitarbeitenden konnten zur Mittagspause in die Küche zurückkehren, um gemeinsam zu kochen.

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