Noch viele Pläne

Seidel bewirbt sich um zweite Amtsperiode

„Die Gemeinde Everswinkel ist meine Heimat, und ich bin dankbar, dass ich hier aufwachsen durfte und immer noch leben darf. Durch meine Arbeit als Bürgermeister habe ich die Chance, meiner Gemeinde etwas von allem Positiven zurückzugeben, das mich auf meinem bisherigen Lebensweg begleitet hat. Gemeinsam mit der Verwaltung, dem Rat sowie den vielen Menschen, die in unserer Gemeinde leben, arbeiten und wirken, macht es einfach Freude, die Zukunft unserer Gemeinde mitzugestalten“, nennt Bürgermeister Sebastian Seidel die Motivation, sich für eine zweite Amtsperiode bei den Bürgerinnen und Bürgern Alverskirchens und Everswinkels zu bewerben.

Der Beginn seiner Amtsperiode war von den Flüchtlingszuweisungen geprägt. „Das haben wir gemeinsam sehr gut gemeistert“, stellt der 38-jährige Volljurist den Bürgerinnen und Bürgern ein gutes Zeugnis aus. Und das hat auch das Bundesinnenministerium 2018 mit der Verleihung des Integrationspreises getan.

In den letzten Monaten hatte er mit einer weiteren großen Herausforderung zu tun: der Bewältigung der Corona-Pandemie. „Es zeichnet die Menschen in unserer Gemeinde aus, dass sie sich nicht unterkriegen lassen, sondern sich an die Regeln halten und schauen, was unter diesen besonderen Umständen möglich ist. Was in den letzten Monaten hier stattgefunden hat, war geprägt von Vernunft, von Tatkraft, von Zusammenhalt“, ist er voll des Lobes.

Seine Bilanz kann sich sehen lassen: der Fortbestand der Verbundschule mit dem Programm „fair.bunt.praxis“, durch welches gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft und lokalen Betrieben Kinder der 5. und 6. Klasse schon frühzeitig an handwerkliche Berufe herangeführt werden, das Baugebiet „Königskamp III“ sowie das kurz vor Satzungsbeschluss stehende Baugebiet „Bergkamp III“ gehören dazu. Des Weiteren konnte er die flächendeckende Glasfaserversorgung des Innenbereichs, die kreisweit Spitze ist, sowie eine sehr gute U3-Betreuung u.a. mit dem Neubau des Johanneskindergartens erreichen. Gefreut hat er sich über den einstimmigen Ratsbeschluss zum Gemeindeentwicklungskonzept. „Ich bin dankbar für das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger, die sich auf vielfältige Weise in die Erstellung eingebracht haben, und somit den Kompass für die nächsten Jahre justiert haben“, so Seidel.

Auch für die Zukunft hat der derzeit jüngste Bürgermeister des Münsterlands noch viele Pläne für die Gemeinde. Die Digitalisierung der drei gemeindlichen Schulen und der Verwaltung stehen auf der Agenda. Doch damit nicht genug: „Wir brauchen Gewerbeflächen in beiden Ortsteilen, da sind wir intern dran.“ Auch Wohnraum müsse her: „Das geht nur über den Dreiklang Bestandsimmobilien, Nachverdichtung und die maßvolle Ausweisung von Neubaugebieten.“ Besonders sei kleinteiliger, barrierefreier und bezahlbarer Wohnraum im Fokus. Von einer „Ringstraße“, wie sie vor mehr als 10 Jahren in der Diskussion war, hält er wenig. Er setzt auf zwei Schritte zur Entlastung der Nord-Süd-Achse: ein Kreisverkehr an der Ampelkreuzung "Bahnhofstraße-Freckenhorster Straße-Warendorfer Straße-Hovestraße" und eine Entlastungsstraße durch oder entlang neu entstehender Baugebiete. Das aber bereits dann, wenn nach dem „Bergkamp III“ noch ein weiteres Neubaugebiet hinzukäme. „Das entlastet die Anlieger der Nord-Süd-Achse, ohne die Landwirtschaft noch zusätzlich zur Ausweisung eines Baugebiets zu belasten“, ist er sicher.
Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern will er die Ideen aus dem Gemeindeentwicklungskonzept zur Attraktivierung der Ortskerne anpacken.

Auch die Ergänzung der ärztlichen Versorgung gehöre dazu. Zudem benennt er die Raumbedarfe der Feuerwehr: „Unsere hochmotivierte Mannschaft braucht gute räumliche Bedingungen in beiden Ortsteilen, die auch in den nächsten Jahrzehnten noch tragen“, wagt er einen Blick in die Zukunft.

Wichtig ist dem Vater eines 4-jährigen Sohnes auch der Klima- und Umweltschutz. Darum habe er auch einen Car-Sharing-Anbieter in die Gemeinde geholt. Doch damit nicht genug. „Wir müssen die kommunale Energiewende herbeiführen“, leitet er ein, um dann konkreter darzustellen, was er damit meint: „Unser Potential an Dachflächen für Photovoltaikanlagen ist erst zu 20 % ausgeschöpft, hier können wir noch mehr tun.“ Über Stromspeicher und intelligente Netzsteuerung könnten viele Menschen ihr eigener Stromanbieter werden. Hier sieht er Potentiale für die Gemeindewerke in den Bereichen Beratung und Redundanz: „Unsere Gemeindewerke sind unser „Local Player“, wir können mehr als nur Gas, Wasser und Strom verkaufen“, so der Christdemokrat.

Selbst ehrenamtlich engagiert, sieht er die Gemeinde und sich selbst als Partner des Ehrenamts. „Unsere beiden Ortsteile sind von einem großen ehrenamtlichen Engagement geprägt. Das können wir nur erhalten, in dem wir unser Ehrenamt wie bisher finanziell, aber auch bei Förderanträgen unterstützen.“

Auf die Frage nach einer Wahlprognose, äußert er nur eine Bitte: „Wer möchte, dass ich meine Arbeit als Bürgermeister fortsetze, den bitte ich am 13.09. um seine Stimme.“

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