Sanierung der Fahrradstrecke Alverskirchen-Wolbeck vorantreiben

Aufgrund des katastrophalen verkehrsgefährdenden Zustands des Fahrradwegs von Wolbeck nach Alverskirchen haben die CDU-Ortsunionen Alverskirchen und Wolbeck die Initiative ergriffen und das Tiefbauamt der Stadt Münster in einem gemeinsamen Brief aufgefordert, schnellstmöglich ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen und eine Sanierung vorzunehmen. Seit Jahren wird der beklagenswerte Zustand der stark frequentierten Strecke bereits seitens der CDU in beiden Orten bemängelt. Leider ist die Stadt Münster bis jetzt nicht tätig geworden und rechtfertig dies im Wesentlichen damit, dass der Fahrradweg langfristig durch die Veloroute „Everswinkel-Münster“ ersetzt werden soll. Veloroute, diese Bezeichnung hört sich zunächst einmal vielversprechend an. Wenn man allerdings berücksichtigt, dass die, für diese schnelle Strecke benötigten Grundstücke noch nicht Eigentum der Stadt Münster sind und allgemein bekannt ist, dass die Ankaufsverhandlungen auf dem Stadtgebiet sich seit Jahren hinziehen und schwierig gestalten, ist mit einer zeitnahen Realisierung der Veloroute wohl nicht zu rechnen. „Wir haben uns nun lange genug hinhalten lassen. Es kann nicht sein, dass erst etwas passieren muss, bevor seitens der Stadt gehandelt wird“, so die Ortsvorsitzenden der CDU Alverskirchen und Wolbeck, Werner Lemberg und Petra Hensel-Stolz, unisono. Der für Radfahrer gefährlichste Teil befindet sich kurz vor Wolbeck auf dem Stadtgebiet Münster. Bei einem Lokaltermin der beiden Ortsunionen am vergangenen Samstag, wurden auf einem nur 1,5 km kurzen Teil 89 Risse quer zur Fahrbahn mit einer Höhe von mindestens 4 cm gezählt, die deutlich auf dem Fahrrad spürbar sind. Unzählige Längsrisse deuten auf die nächsten bevorstehenden Beschädigungen hin. Die beiden Ortsunionen werden nun alle zur Verfügung stehenden politischen Kräfte mobilisieren, um schnell Abhilfe zu schaffen. Große Hoffnung wird dabei auf eine seitens des Tiefbauamtes der Stadt Münster für August dieses Jahres angekündigte Vorlage für den Planungsausschuss gelegt. „Zumindest haben wir damit die Chance, die Diskussion in den Gremien wieder aufzunehmen, die Sanierung der Strecke neu zu priorisieren und voranzutreiben“, so Petra Hensel-Stolz, weiter. „Ein Alleinstellungsmerkmal, auf dass die Stadt Münster immer werbewirksam hinweist, ist die Fahrradfreundlichkeit. Diese kann sich nicht darin erschöpfen verwaltungsseitig Warnschilder aufzustellen und die Verantwortung zu delegieren. Wir erwarten, dass die Stadt Münster endlich Verantwortung übernimmt und handelt, konzertiert Werner Lemberg abschließend.


Brief an die Stadt Münster:

Sehr geehrte Frau Tassemeier, Sehr geehrter Herr Oeinck,

sehr interessiert haben wir Ihre Variantenuntersuchung der Veloroute „Münster-Everswinkel“ zur Kenntnis genommen. Wir unterstützen das Velo-routen-Konzept, weil dies ein sinnvoller Beitrag ist, um in der Stadtregion Münster zu einer Entlastung des PKW-Verkehrs auf den Einfallstraßen nach Münster zu führen. Sie haben viele Varianten und Möglichkeiten auf dem Gebiet der Stadt Münster aufgelistet, um - wie es der Sinn einer Veloroute ist-, schnellst-möglich mit dem Fahrrad das Stadtzentrum Münsters zu erreichen und umgekehrt. Allerdings finden wir keine Variantenuntersuchung bis zur Kreisgrenze zwischen Wolbeck und Alverskirchen. Natürlich ist auf dem Gebiet des Kreises Warendorf auch dieser für die Planung und Ausführung zuständig, aber ein kleiner Teil der Strecke zwischen Wolbeck und Alverskirchen befindet sich auf dem Gebiet der Stadt Münster. Gerade dieses Teilstück zwischen Stadt-/Kreisgrenze und Ortseingang Wolbeck ist nach unserer Wahrnehmung der schlechteste Radweg auf dem Stadtgebiet. Wenn man nun Ihre Variantenuntersuchung weiter interpretiert, wird eine kurzfristige Machbarkeitsanalyse oder Variantenuntersuchnung für diesen Teil wohl nicht folgen. Wahrscheinlich wird nun das planerische Augenmerk auf die Umsetzung der möglichen aufgelisteten Varianten innerhalb der Ortslagen gelegt und somit der kleine Teil in Richtung Alverskirchen auf einen mittel- bis langfristig Planungshorizont verschoben. Im Einzelnen ist uns an dem Teilstück von der Ortslage Wolbeck bis zur Stadt-/Kreisgenze folgendes aufgefallen:

- 89 gravierende Risse quer zur Fahrbahn mit einem Höhenunterschied von 3 bis 4 cm,

- unzählige Längsrisse, die auf die nächsten bevorstehenden Beschädigungen hinweisen.

Das hat zur Folge, dass Berufspendler mit dem Fahrrad schon seit Länge-rem auf die Straße ausweichen, und selbst Eltern mit Anhängern für die Kinder den Radweg vermehrt nicht mehr nutzen, sondern ebenfalls auf die Straße ausweichen. Auch wenn der Planung von Velorouten seitens der Stadt Münster Priorität eingeräumt wird, hat sie doch auch im Hinblick auf bestehende Fahrradwege eine Verkehrssicherungspflicht. Insbesondere bei dem vorab beschriebenen Teilstück zwischen Alverskirchen und Wolbeck, dass von unterschiedlichen Nutzern stark frequentiert wird, reicht es unserer Meinung nach nicht aus, Warnschilder aufzustellen, um auf die Schäden hinweisen.

Anspruch einer „Fahrradstadt“ wie Münster, muss es vielmehr sein, alle Fahrradwege auf einem verkehrssicheren Stand zu halten und wenn erfor-derlich entsprechend instand zu setzen. Die genannte Strecke befindet sich seit mehr als 10 Jahren in einem absolut desolaten und nicht weiter hin-nehmbaren Zustand. Natürlich ist uns absolut verständlich, dass die Instandhaltung von Wegen zwischen den Kreisen eine gemeinsame Aufgabe ist, die nur zusammen und in Abstimmung bewältigt werden kann. Deshalb bitten wir Sie, den beschriebenen Sachverhalt im Rahmen Ihrer weiteren Planungen und Überlegungen zu berücksichtigen und den Radweg auf dem Teilstück vom Wolbecker Ortsschild bis zur Stadt-/Kreisgrenze in die Variantenuntersuchung für die Veloroute „Münster - Everswinkel“ einzubeziehen und unabhängig von diesen Planungen das Teilstück zeitnah befahrbar instand zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Lemberg Vorsitzender CDU Ortsunion Alverskirchen

Petra Hensel-Stolz Vorsitzende der CDU Ortsunion Münster-Wolbeck

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