35 Personen folgten der Einladung der CDU Everswinkel und Alverskirchen mit dem ehemaligen Landrat Franz-Josef Harbaum den Kreis Warendorf zu erkunden. Die bereits zum 9. Mal durchgeführte Busfahrt führte diesmal in die beiden Ortsteile Ostenfelde und Enniger der Stadt Ennigerloh. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen wurde die Gruppe in Ostenfelde vom Vorsitzenden des Heimatvereins Klemens Senger begrüßt, „ohne den in Ostenfelde nichts geht“, so Franz-Josef Harbaum. Klemens Senger zeigte zuerst die Krypta der 1861 geweihten St. Margaretha Kirche, in der hinter Mauern die Särge der Familie Vornholz aus der Vorgängerkirche und die danach Verstorbenen der Familie beigesetzt sind. Im Anschluss an die Besichtigung des Inneren der Kirche versammelte sich die Gruppe für eine Aufnahme vor dem Portal unterhalb der Figur der heilige Margaretha, die im Jahr 2000 vom Everswinkeler Steinmetz Stefan Lutterbeck geschaffen wurde. Im Zentrum des Ortes, wo noch der Standort der alten Kirche erkennbar ist, erläuterte Klemens Senger, gespickt mit eigenen Erlebnissen, die Geschichte des Ortes und der einzelnen noch heute rund um diesen Platz bestehenden Gebäude. Anschließend wurde in den Heimatstuben Kaffee und Kuchen gereicht. Sowohl dieses als auch das benachbarte Gebäude, in dem das Dorfarchiv untergebracht ist, gehören seit 1974 bzw. 2004 dem Heimatverein, der sich auch noch um ein weiteres, sich direkt anschließendes Gebäude bemüht. Nach Besichtigung des Kavalleriemuseums des noch heute im Eigentum der Familie Von Nagel-Doornick stehenden Schlosses Vornholz überreichte die CDU-Vorsitzende Magdalene Wierbrügge Klemens Senger ein Präsent und bedankte sich für die humorvolle und qualifizierte Führung. In Enniger empfing das Mitglied des Heimatvereins Heinz Becker die Gruppe und schlug sofort den Bogen zum zuvor besuchten Ortsteil Ostenfelde, indem er darauf hinwies, dass beide Kirchen Emil von Manger als Architekten hätten. Mit Stolz wies er darauf hin, dass Enniger auf Kreisebene beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Golddorf geworden sei und sich nunmehr auf Landesebene bewerbe. Bei einsetzendem Regen wurden die St. Mauritiuskirche und das Pfarrheim besichtigt, welches im Stil eines Westfälischen Bauernhauses errichtet ist. Nachdem es bis 1975 bewohnt war, werden heute auf der Pfarr-haustenne 6 Mal im Jahr die weithin unter dem Namen „Dielenabend“ bekannten Konzert- und Kultururabende abgehalten. Den Abschluss des Besuches in Enniger bildete die auf einer Erhebung außerhalb des Ortes liegende Rückämper Kapelle. Vor über 300 Jahren von umliegenden Bauern errichtet und bis heute von der Nachbarschaft gepflegt, bot sie während der französischen Revolution emigrierten 8 französischen Priestern und einem Theologen in der Zeit von 1794 bis 1802 eine neue Heimat und die Möglichkeit dort die heilige Messe zu feiern. Heinz Becker erhielt für seine fundierten und interessanten Ausführungen zur Geschichte von En-niger ebenfalls eine bekannte Everswinkeler Spirituose. Nicht weit entfernt auf dem Weg nach Hause ließ man es sich nicht nehmen, noch kurz an der Kapelle Buddenbaum anzuhalten. Sie ist neben Telgte, Vinnenberg und St. Laurentius in Warendorf der 4. Marienwallfahrtsort des Kreises Warendorf und bietet neben sehr viel Ruhe auch verschiedenste ausgestellte Motivgaben. Zurück in Everswinkel bedankte sich Magdalene Wierbrügge ganz herzlich bei Franz-Josef Harbaum nicht nur für die diesjährige Fahrt, sondern auch für die Touren zuvor, die es den Teilnehmern immer ermöglicht hätten, schöne und manchmal versteckte Kleinode in der Nähe kennen zu lernen.

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