Schnatgang 2018


Am jährlichen Schnatgang der CDU Everswinkel, der bereits zum 20. Mal durchgeführt wurde, nahmen über 50 Personen im Alter zwischen zweieinhalb und einundachtzig Jahren teil. Bei idealen äußeren Bedingungen wurde die Gruppe von der CDU-Vorsitzenden Magdalene Wierbrügge am Startpunkt, dem Hof Rotthege in Mehringen, begrüßt. Bevor sich die Gruppe zu Fuß auf den Weg machte, wurde erläutert, dass Schnatgänge bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts regelmäßig durchgeführt wurden, um mit diesen Grenzbegehungen Streitigkeiten über deren Verläufe zu vermeiden. Unter Führung der Landwirte Bernhard Rotthege und Josef Cremann sowie des Vorsit-zenden des Heimatvereins Josef Beuck machte sich die Gruppe dann zu Fuß auf, die Grenze zwischen Hoetmar, Freckenhorst und Warendorf zu erkunden. Querfeldein an der Umzäunung des verlassenen NATO-Lagers vorbei, erstaunte alle, wie schnell sich die Natur ihr Terrain zurückerobert. Der naturbelassene Mussenbach wurde dann an einer Furt in der Nähe eines alten, kaum noch ersichtlichen Weges nach Hoetmar, überquert. Vorbei an den Resten der alten Hüls Mühle, auch bekannt unter der Bezeichnung Tillkorn Mühle, ging es zur L 793 in der Nähe des Hofes Hagenkötter. „Bei ganz vielen Flurstücken in diesem Bereich ist das Wort „Hagen“ Bestandteil des Namens“, so Josef Beuck, der vor kurzem in mühevoller Arbeit eine Karte von Everswinkel mit den Bezeichnungen der alten Flurstücke erstellt hat. „Der Name leitet sich ab von einem im Mittelalter errichteten Wall zum Schutz der Gemeinde. Die an einem Durchlass siedelnden Personen hätten die Auf-gabe gehabt, diesen Wall zu pflegen und zu nutzen. Daraus resultiere der Name Hagenkötter aber auch der Name Schlüter, der sich von dem Wort „schließen“ ableite“, so Josef Beuck. Nach kurzer Rast mit bereitstehenden Getränken ging es jenseits der L 793 am Mussenbach weiter in nordwestlicher Richtung. Kurz vor dem Ziel, dem Hof Cremann in der Bau-erschaft Müssingen, beeindruckte die Gruppe ein schöner einsetzender Sonnenuntergang. Nach über acht Kilometer langem Marsch durch Wälder, über Wiesen und Äcker freuten sich alle auf die bereitstehenden Getränke. Josef Cremann gab zum Abschluss den leicht erschöpften aber über die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse begeisterten Teil-nehmern noch verschiedene Dönekens zum Besten.

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